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Zum Äquivalenzproblem der deutschen und litauischen Termini im Bereich Rechtsformen von Unternehmen

Eglė Kontutytė
Zusammenfassung

Eine der Aufgaben bei der Übersetzung von Fachtexten ist die Feststellung der Äquivalenzbeziehun­gen zwischen zweisprachigen Terminologien eines Fachbereichs. Um den Äquivalenzgrad der deut­sche und litauische Rechtsformen von Unternehmen bezeichnenden Termini zu ermitteln, wurden in Anlehnung an die Methoden der vergleichenden Terminologiearbeit von R. Arntz, H. Picht und F. Mayer (2004) sowie P. Sandrini (1994) Begriffsmerkmale, Begriffsysteme und Funktionen deut­scher und litauischer Begriffe verglichen.

Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass die meisten deutschen und litauischen Begriffe Über­schneidungen mit einer großen Schnittmenge der Begriffsmerkmale sind, so dass die beiden Begriffe einander zugeordnet werden können. In wenigen Fällen keiner begrifflichen Äquivalenz oder bei zu kleiner Schnittmenge der Begriffsmerkmale wird zur Wiedergabe des Begriffs der deutschen Spra­che das Verfahren der Lehnübersetzung angewandt. Die Oberbegriffe Personengesellschaft und Ka­pitalgesellschaft werden in der litauischen Sprache mit Mehrwortbenennungen ausgedrückt, die ei­nen umschreibenden, nicht aber terminologischen Charakter haben. Sie können auch zur Benennung entsprechender deutscher Begriffe verwendet werden. Die litauische Benennung bendrija sollte zur Bezeichnung der Rechtsformen der Personengesellschaften verwendet werden, weil diese litauische Benennung Gesellschaften mit unbeschränkter Haftung bezeichnet, die Benennung bendrovė dagegen zur Bezeichnung der Rechtsformen der Kapitalgesellschaften, weil in dieser Benennung das Merkmal „Gesellschaften mit beschränkter Haftung“ zum Ausdruck kommt.

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